Schneiderinnnenschule

In der Schneiderschule erhalten bedürftige Frauen eine 3-jährige Ausbildung, die sie mit einem staatlichen Examen abschließen. Bedürftige, meist junge Frauen lernen die gängigen afrikanischen Modelle zu schneidern. Gearbeitet wird an fussbetriebenen oder elektrischen Nähmaschinen und mit Kohlebügeleisen, die museumsreif anmuten, aber ihren Zweck erfüllen und vor allem reparierbar sind. Vorraussetzung für die Aufnahme ins Atelier ist, dass die Person bedürftig ist und sich keine Ausbildung leisten kann. Für die Ausbildung wird nur ein symbolischer Beitrag erhoben.

Das erste Atelier wurde im Sommer 2002 in der Hauptstadt Lomé eröffnet. Heute (2012) betreiben wir zwei Schneiderschulen, eine im Ausbildungszentrum in Davié (Südtogo) und eine in Sagbiébou (Nordtogo). Die beiden Zentren unterrichteten zu Beginn des Jahres 2012 gut 55 Lehrtöchter.

Das Projekt strebt an, die Lehrlinge nach der Abschlussprüfung in die Unabhängigkeit zu entlassen. Dies erfordert eine qualitativ gute Ausbildung und Starthilfe, zum Beispiel durch die Beschaffung einer Nähmaschine. Alle Lehrlinge, mit tiefem Schulniveau müssen obligatorisch einen internen Alphabetisierungskurs besuchen. Dies wurde noch wichtiger, da die Lehrabschlussprüfung seit kurzem auch einen schriftlichen Teil beinhaltet.

 

Der Stundenplan der Lehrtöchter beinhaltet nebst der Schneiderausbildung folgende Fächer: Alphabetisierung in Französisch,  Sport (Fussball), Frauenrechte, Hygiene und Gesundheit und gegen Ende der Ausbildung einen einfachen Kurs in Unternehmensgründung.

 

Ehemalige Lehrlingen eröffnen eigene Ateliers oder arbeiten mit ihrer Maschine zu Hause und tragen so zum eigenen oder zum Unterhalt der Familie bei.